Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Auszüge aus der Chronik des Musikvereins Höpfingen

1837

In diesem Jahr wurde erstmals eine Art Musikkapelle in Höpfingen erwähnt. Einem Vorbericht zur Kirchenvisitation ist zu entnehmen, daß Gottesdienste durch Gesang und Instrumentalmusik umrahmt wurden.

1897

Dies ist das eigentliche offizielle Gründungsjahr der Musikkapelle Höpfingen. Als Gründer wird der Hauptlehrer Westermann angeführt.

 

1920

Nachdem im Verlauf des 1. Weltkrieges das kulturelle Leben mehr oder weniger zum Erliegen gekommen war, hatte die Musikkapelle unter der Leitung des Dirigenten Viktor Kaiser beim Turnfest des Sportvereins ihren ersten großen Auftritt nach dem Krieg.

5. Mai 1924

Daß es beim Beschaffen eines geeigneten Proberaumes auch schon in früherer Zeit Probleme gab, zeigt ein Schreiben an die Gemeinde Höpfingen, in dem man sich bereiterklärte, kirchliche Veranstaltungen, sowie die Hauptproben der Freiwilligen Feuerwehr zu Umrahmen, jedoch unter der Bedingung, daß man ein Zimmer in der Notkirche als Proberaum benutzen darf.

2. August 1925

Dies ist das Gründungsdatum des Musikvereins. In die Gründungsliste trugen sich 48 Personen ein. Zum 1. Vorsitzenden wurde der Oberlehrer Frank gewählt, als Leiter der Musikkapelle fungierte Karl Josef Kaiser.

1939-1945

Im Verlauf des Krieges blieb die Kapelle stets spielfähig, was vor allem ein Verdienst des Musikers Konrad Eiermann war, der selbst in den Kriegsjahren junge Musiker ausbildete.

19. Februar 1947

Nach dem Krieg mußte die Musikkapelle eine Prüfung ablegen. Diese wurde in Heidelberg abgenommen. Danach erhielt man wieder die Erlaubnis zum Musizieren.

22. Mai 1955

Die Musikkapelle beteiligte sich am Wertungsspielen und erreichte in der Mittelstufe das Prädikat "Gut".

14. August 1955

Der Musikverein Höpfingen richtete das erste Bezirksmusikfest des Bezirks Walldürn im Volksmusikverband Odenwald-Bauland aus.

27. Dezember 1959

Auf der Verwaltungsratsitzung wurde beschlossen, die unentgeltliche Ausbildung von Jungmusikern zu forcieren, um auch in Zukunft eine spielstarke Kapelle zu haben.

8. Mai 1960

Beim Verbandswertungsspiel spielte die Höpfinger Musikkapelle in der Unterstufe, und erhielt das Prädikat "vorzüglich".

23. Mai 1965

Beim 5. Wertungsspielen des Blasmusikverbandes konnte sich die Musikkapelle in der Unterstufe das Prädikat "sehr gut - vorzüglich" erspielen.

1968

In diesem Jahr wurde eine Jugendkapelle gegründet. Die erste gemeinsame Ausbildung wurde von Gerhard Wißmann übernommen. Später übergab er das Amt an Konrad Eiermann, der die Kapelle weiter aufbaute.

24. August 1968

Bei der Vorstandsitzung wurde über die Gestaltung der neuen Tracht der Kapelle entschieden. Nach Rücksprache mit dem Bezirksmuseum Buchen wurde die Tracht nach altem Odenwälder Vorbild gestaltet: blaue Weste, schwarze Kniebundhose, weißes Hemd und Strümpfe, dazu passend ein schwarzer flacher Hut.

1972

Da die Jungmusiker zwischenzeitlich in die Seniorenkapelle gewechselt waren, wurde unter der Leitung von Hans Gehrlein eine neue Jugendkapelle aufgebaut.

19. Mai 1974

An diesem Tag spielte die Musikkapelle zum 1. Mal unter der Stabführung von Günter Dörr, der den erkrankten Konrad Eiermann vertrat. Dies ist noch heute ein wichtiges Datum für die Höpfinger Musikkapelle, da Günter Dörr noch heute als Dirigent tätig ist. Seit seiner Einführung als Dirigent ging es mit der Kapelle stets aufwärts.

26. Dezember 1974

Der Musikverein veranstaltete sein 1. Weihnachtskonzert in der Festhalle. Seither wird das Konzert in jedem Jahr mit großem Erfolg durchgeführt.

7. bis 13. Juli 1976

Die Jugendkapelle befand sich in diesem Zeitraum zu einem Gegenbesuch in London bei der Eagles-School-Band.

15. Oktober 1977

Die Trachtenkapelle Höpfingen gab auf Einladung bei der Bundesgartenschau in Stuttgart ein zweistündiges Konzert und erntete dabei großen Beifall.

September 1979

Nach mehrmonatigen Vorbereitungen ging die Trachtenkapelle vom 14. bis 28. September auf große Amerikatournee. In den USA nahmen die Musiker an der Steuben-Parade in New York und Philadelphia teil. Konzerte gab die Musikkapelle in Washington, Buffalo, New Jersey und anderen Städten.

4. Mai 1980

Die Kapelle nahm am Verbandswertungsspiel teil und erreichte das Prädikat "1. Rang mit Auszeichnung" in der Mittelstufe. Den einzigen Abzug gab es dafür, daß Dirigent Günter Dörr ohne Taktstock dirigierte.

31. Mai 1980

Die Musikkapelle gab im Mannheimer Luisenpark ein Platzkonzert.

1982

In dieses Jahr fällt die Anschaffung einer Verstärker und Gesangsanlage. Mit dieser Neuerung paßte man sich der fortschreitenden Entwicklung im Bereich der Unterhaltungsmusik an.

17. bis 19. Juli 1982

Die Musikkapelle besuchte zum 1. Mal das Bürgerschützenfest in Nordkirchen. Diese Besuche werden seither an dem alle 2 Jahre stattfindenden Schützenfest wiederholt, und gehören damit zum festen Bestandteil im Terminkalender der Trachtenkapelle.

12. bis 13. Mai 1983

Nach langer Vorbereitung wurde in Ludwigsburg die erste Langspielplatte der Trachtenkapelle Höpfingen aufgenommen.

13. bis 28. September 1984

In die Annalen des Musikvereins wird mit Sicherheit auch die zweite Konzertreise in die USA eingehen. Diesmal ging es nach einem viertägigen Aufenthalt in New York, an die Westküste Amerikas, nämlich Kalifornien, Nevada, Arizona und dem Nachbarstaat Mexico.

19.9. bis 18.10. 1985

In diesem Zeitraum unternahmen 17 Musiker der Trachtenkapelle eine vierwöchige Konzertreise in die USA, die wiederum zu einem überwältigenden Erfolg wurde. Der Phoenix-Club Anaheim (Los Angeles) hatte eingeladen, das dortige Oktoberfest musikalisch zu gestalten.

Juni 1989

Dieser Monat wurde zu einem bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Musikvereins Höpfingen. Nach 4870 freiwilligen Arbeitsstunden konnte dem Musikverein das ehemalige Gebäude des "Farrenstalles" zur Nutzung übergeben werden, nachdem im 1. Stock der Proberaum fertiggestellt war. Das Gebäude erhielt den Namen "Musikscheune".

18. März 1990

In der Generalversammlung wurde beschlossen, die Satzung von "Feuerwehrkapelle" in "Trachtenkapelle" zu ändern.

29. November 1991

An diesem Tag fand die offizielle Abnahmefeier der "Musikscheune" statt. Die drei Bauabschnitte, in denen der Proberaum, Räume für Einzelproben, sowie die Außenanlagen gestaltet wurden, ergeben zusammen 7154 freiwillige Arbeitsstunden der Musiker, Vorstandschaft und Gönnern des Vereins. Als "Bauleiter" fungierte der Dirigent Günter Dörr mit insgesamt 851 Arbeitsstunden.

28.-31. Mai 1992

An diesem Wochenende weilte die Jugendkapelle in Granschütz, der Partnergemeinde Höpfingens, zu einem Jugendlager.

24. April 1994

Beim Wertungsspielen des Blasmusikverbandes Odenwald - Bauland erntete man einen "1.Rang mit Auszeichnung" in der Mittelstufe.

31. August - 19. September 1995

Da seit der letzten Konzertreise in die USA bereits 10 Jahre vergangen waren und sich die Kapelle vieler neuer Gesichter erfreute, führte man in diesem Zeitraum die 4. Konzertreise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten durch.

6.-9. Juni 1996

An diesem Wochenende wurde zum zweiten Mal ein Wochenendlager der Jugendkapelle durchgeführt. Die Fahrt ging diesmal nach Kraftisried/Allgäu, wo man seit einigen Jahren mit der dortigen Musikkapelle ein sehr freundschaftliches Verhältnis pflegt.

23.-26. Januar 1997

Als musikalische Vertreter des Landes Baden-Württemberg weilten die Musikanten der Trachtenkapelle mit mehreren Begleitpersonen anläßlich der "Grünen Woche" in Berlin. Dort stellten die Musiker beim Empfang der Bundes- und Landesminister sowie bei Auftritten in einigen Messehallen ihr können unter Beweis und ernteten dafür großen Beifall.

15.-16. März 1997

Die Trachtenkapelle nahm an diesem Wochenende in einem Tonstudio in Ludwigsburg die CD "Immer wieder Blasmusik" auf.

23.05.1997

Beim Festbankett anläßlich des Jubiläums "160 Jahre Blasmusik - 100 Jahre Musikkapelle" wurde dem Musikverein die Pro-Musica-Plakette verliehen.

6.-9. Juni 1997

An diesem Wochenende fand das Jubiläumsfest "160 Jahre Blasmusik - 100 Jahre Musikkapelle" statt. Das Fest wurde zu einem vollen Erfolg für den Verein. Vor allem der Gesamtchor anläßlich des Verbandsmusikfestes mit über 30 Kapellen beeindruckte jeden einzelnen Musiker und Zuhörer.

13.-16. Mai 1999

In diesem Zeitraum weilte die Jugendkapelle erneut in Kraftisried/Allgäu zu einem Lagerwochenende. Musikalische Auftritte hatte man beim Himmelfahrtsmarkt in Kempten, sowie am Tag der Blasmusik, wo man gemeinsam mit der Musikkapelle Kraftisried musizierte.

3.-5. Juni 2000

Der Musikverein feierte sein 75 jähriges Bestehen. Dieses Fest konnte am neugestalteten Vorplatz an der Musikscheune durchgeführt werden. Der Umbau wurde, wie schon der Umbau der Musikscheune, von freiwilligen Helfern des Musikvereins durchgeführt.

Die Vorsitzenden der Vereinsgeschichte:

1925 - 1930 Oberlehrer Frank
1930 - 1934 Oberlehrer Reichelt
1934 - 1955 Otto Seufert
1955 - 1968 Konrad Eiermann
1968 - 1974 Karl Schell
1974 - 1986 Josef Hauck
1986 - 1990 Erwin Nentwich
1990 - 2000 Kurt Schell
2000 - heute Elmar Kaiser

Die Dirigenten der Trachtenkapelle in der Vereinsgeschichte:

1897 - 1920 Lehrer Westermann
1920 - 1925 Viktor Kaiser
1925 - 1925 Otto Käflein
1925 - 1930 Karl Kaiser
1930 - 1933 Oberlehrer Reichelt
1933 - 1951 Alois Seufert
1951 - 1970 Otto Dörr
1970 - 1972 Hubert Foos
1972 - 1974 Konrad Eiermann
1974 - 2008 Günter Dörr
2008 - heute Holger Dörr

Die Dirigenten der Jugendkapelle in der Vereinsgeschichte:

1968 - 1969 Gerhard Wißmann
1969 - 1971 Konrad Eiermann
1973 - 1979 Hans Gehrlein
1979 - 1987 Fritz Schmitt
1987 - 1993 Manfred Böhrer
1993 - 2000 Holger Dörr
2000 - 2008 Peter Fieger
2008 - heute Kerstin Berberich